REPRÄSENTATIVITÄT

Von Repräsentativität wird gesprochen, wenn eine Stichprobe in ihrer Zusammensetzung und in der Struktur relevanter Merkmale der Grundgesamtheit (das heißt diejenige Menge über die Aussagen getroffen werden soll) möglichst ähnlich ist und daraus zutreffende Rückschlüsse gezogen werden können. Dies wird durch ein optimales Auswahl- und Befragungsverfahren erreicht.

Eine Stichprobe ist nur dann repräsentativ, wenn ihre Ergebnisse ohne systematischen Fehler auf die Grundgesamtheit hochgerechnet werden können, weshalb auch eine geringe Teilnahme an Umfragen zu einer geringen Repräsentativität führen.

Im folgenden Diagramm sind die Lieblingsfächer einiger Lehrerinnen und Lehrer zu ihrer Schulzeit dargestellt.

Die Repräsentativität des Diagramms muss deshalb in Frage gestellt werden, da sich eine äußerst geringe Teilnahmerzahl vermuten lässt. Dies lässt sich einerseits an der geringen Anzahl gewählter Fächer, sowie andererseits and der geringen Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei einer repräsentativen Stichprobe sechs Schulfächer identische prozentualen Werte besitzen. Obwohl diese Beobachtungen nicht zwingend den Schluss auf eine geringe Teilnahme ermöglichen sollten sie den Betrachter durchaus zum kritischen Hinterfragen der verwendeten Daten bewegen und nicht einfach nur zur Kenntnis genommen werden.

weiter
Inhaltsverzeichnis