KORRELATION UND KAUSALITÄT
Vorsicht vor scheinbaren Zusammenhängen!
Dieses Diagramm scheint einen Zusammenhang zwischen der Dauer des Schulweges (einfach)
und der Anzahl der Pausenbrote pro Schülerinnen und Schüler und Tag aufzuzeigen:
Schüler und Schülerinnen mit einer Schulwegdauer von 5 – 30 Minuten essen eine durchschnittlich geringere Anzahl
an Pausenbroten pro Tag als Schüler und Schülerinnen mit einem Schulweg von mindestens 30 Minuten.
Wir können durch diesen Zusammenhang eine Korrelation zwischen den beiden Größen formulieren:
Je länger der Schulweg eines Schülers, desto mehr Pausenbrote isst er.
Wie stark eine Korrelationen zwischen zwei Variablen ausgeprägt ist,
wird mithilfe des Korrelationskoeffizienten bestimmt.
Der Koeffizient kann Werte zwischen -1 und 1 annehmen,
wobei ein Wert größer 0 einen positiven Zusammenhang (d.h. es gilt: „je mehr, desto mehr“),
ein Wert kleiner 0 einen negativen Zusammenhang („je mehr, desto weniger“) darstellt.
Ist der Wert 0 liegt keine Korrelation vor.
Im vorliegenden Beispiel beträgt der Korrelationskoeffizient ca. 0,19, demzufolge liegt eine
positive Korrelation vor, die aus der Grafik herausgelesene Beobachtung scheint richtig zu sein.
Um allerdings eine Kausalität zwischen beiden Variablen zu ziehen, muss ein Ursache-Wirkungsprinzip
festgestellt werden: Weil Schüler A einen längeren Schulweg als Schülerin B hat,
isst Schüler A auch eine größere Anzahl an Pausenbroten.
Ein solcher Kausalzusammenhang kann allein durch wissenschaftliche Methodik bestätigt werden:
Bei der Durchführung einer Versuchsreihe bzw. Studienreihe werden gezielt einzelne Variablen variiert,
um andere Einflussfaktoren, die für eine solche Korrelation verantwortlich sein könnten, auszuschließen.